Über mich
Karate verstehen,
nicht nur ausführen.
Ich trainiere und vermittle Karate mit dem Fokus auf Anwendung, Verständnis und echte Entwicklung. Karate ist für mich kein starres System, sondern ein Prozess, der sich mit der eigenen Erfahrung weiterentwickelt.
Mein Weg
Seit 1996 im Karate.
Es begann mit Jean-Claude Van Damme, Street Fighter und den Teenage Mutant Ninja Turtles. Als Sechsjähriger wollte ich eines: kämpfen können. Nicht aus Aggression, sondern aus diesem tiefen Kindheitswunsch heraus, stark zu sein und sich verteidigen zu können.
Anfang der 2000er Jahre kam Martino Fromm Rhode das erste Mal nach Groß Gievitz. Er malte Skizzen an die Tafel – mit Kreide, präzise, erklärend. Das war der Moment, in dem sich etwas in mir veränderte. Karate war nicht mehr nur Ausführen. Es war Verstehen.
Eine der größten Herausforderungen auf diesem Weg war nicht die Technik — es war der Kopf. Die Blockade, zu perfekt sein zu wollen, hat mich lange begleitet. Erst als ich aufgehört habe, Perfektion anzustreben, und angefangen habe zu verstehen, hat sich wirklich etwas verändert.
2023 kam ich zurück. Der Anlass war der Tod meines Vaters. Auf meinem Schwarzgurt trägt er seinen Namen – in japanischen Kanjis: „Die Seele meines Vaters ist immer bei mir.“
Stil & Tradition
Verwurzelt in der
okinawanischen Tradition.
Die Wurzeln unseres Karates liegen im okinawanischen Shorin Ryu — einer der ältesten Karate-Traditionen überhaupt. Shotokan, geprägt durch Gichin Funakoshi, ist der bekannteste Zweig dieser Familie. Aber wir trainieren die Tradition breiter als das.
Viele der Katas die wir trainieren — Pinan, Kushanku, Chinto, Seishan — kommen direkt aus der okinawanischen Shorin Ryu Linie. Als Funakoshi das Karate nach Japan brachte, hat er die Katas nicht nur umbenannt — Kushanku wurde zu Kanku Dai, Seishan zu Hangetsu, Chinto zu Gankaku — sondern auch technisch verändert und an den japanischen Kontext angepasst. Wer beide Versionen kennt, versteht beide besser.
Für mich ist das kein Stilproblem sondern eine Chance. Wer die Herkunft einer Kata kennt, versteht sie besser. Und wer verschiedene Traditionen kennt, erkennt was sie gemeinsam haben — nämlich dieselben Grundprinzipien, nur aus verschiedenen Winkeln beleuchtet.
Was mich geprägt hat
Zwei prägende Meister.
Zwei Menschen haben meinen Weg im Karate nachhaltig geprägt – nicht nur als Lehrer, sondern als Vorbilder darin, was es bedeutet Karate wirklich zu verstehen.
Stephan ist fachlich unheimlich tief in der Materie — und schafft es trotzdem, durch seine persönliche Art und seinen trockenen Humor genau das zu vermitteln was man braucht. Er hat mir einmal gesagt, dass es Schüler gibt die Karate machen wollen — und Schüler die im Training eine bestimmte Tür öffnen und Dinge lernen, die anderen verborgen bleiben. Diesen Satz werde ich nie vergessen.
Er hat mir auch den Perfektionismus genommen. Nicht durch ein Gespräch, sondern Stück für Stück im Training — indem er mir gezeigt hat, dass Karate Zeit ist. Dass die Dinge kommen, wenn man ihnen Zeit lässt.
Als ich Martino das erste Mal als Kind in der Halle sah, spürte ich sofort diese Aura — Respekt und Bewunderung, ohne dass er ein Wort gesagt hatte. Er malte Skizzen an die Tafel, Kreide auf Schwarz, und erklärte wie der Mae Geri ausgeführt werden muss damit es ein Tritt wird und keine bloße Aufwärtsbewegung. Dieses Bild hat mich nie losgelassen.
Jahrzehnte später zeigt er dasselbe Prinzip — jetzt mit einem Holzmodell das er aus jener Skizze gebaut hat. Was sich verändert hat ist die Form. Was geblieben ist, ist die Präzision des Denkens: jede Technik in ihren einzelnen Phasen, Effizienz ohne Gegenbewegung, jede Folgetechnik bereits in der vorherigen vorbereitet. Karate das sich nicht scheut, modern zu denken.
Heute
Shiru Utsuwa –
seit Januar 2026.
Seit Januar 2026 habe ich im SV „47″ Rövershagen e.V. meine eigene Karateabteilung Shiru Utsuwa aufgebaut, in der ich meine Erfahrungen und meinen Ansatz im Training weitergebe.
Gleichzeitig trainiere ich selbst weiterhin aktiv im Karateverein Bushido Rostock e.V. und entwickle meinen eigenen Weg kontinuierlich weiter — als Träger des 1. Dan, aber vor allem als jemand, der Karate als kontinuierlichen Lernprozess versteht.
Mein Ansatz
Was mir im Training
wichtig ist.
Im Training geht es mir nicht nur darum, Techniken zu vermitteln, sondern sie verständlich zu machen. Ich lege Wert darauf, dass Bewegungen nicht einfach wiederholt werden, sondern dass klar wird, warum sie funktionieren, wann sie sinnvoll sind und wie sie angewendet werden können.
Dabei spielt die individuelle Entwicklung eine große Rolle. Jeder trainiert anders, lernt anders und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo.
Mach mit.
Es lohnt sich.
Komm vorbei, mach mit und sieh selbst was passiert. Der Einstieg ist unkompliziert — du brauchst nichts außer Sportkleidung und Lust auf etwas Neues.
Training & Einstieg